Feuerlöscher
Ob aus einem kleinen Malheur eine Katastrophe wird, entscheiden oft nur Sekunden – etwa wenn eine Kerze umkippt oder es zu einem Kurzschluss am Toaster kommt. Mit rund 200.000 Wohnungsbränden pro Jahr ist der Brandschutz in Deutschland nach wie vor ein wichtiges Thema. Die gute Nachricht ist jedoch: Viele Brände lassen sich bereits im Keim ersticken, wenn man weiß, wie man handeln muss.
Gerade kleine Brände, die noch nicht außer Kontrolle geraten sind, lassen sich mit einem funktionierenden Feuerlöscher wirkungsvoll bekämpfen. Wichtig ist vor allem der schnelle Zugriff zum Feuerlöscher bei einem Brand. Daher empfiehlt es sich, den Feuerlöscher an zentraler Stelle zu deponieren – beispielsweise unweit der Küche. Für die Küche ist ein Fettbrandlöscher (Brandklasse F) oder eine Löschdecke ratsam. Auch der Flur ist ein passender Platz, da er üblicherweise von allen Räumen aus gut erreichbar ist. Im Idealfall steht in einem Haus auf jeder Etage ein Feuerlöscher.
Wichtig ist dabei, dass das Gerät richtig bedient wird.
Bevor das Gerät benutzt werden kann, muss der Feuerlöscher entsichert werden. Die Entriegelung befindet sich direkt am Feuerlöscher. Ein Aufladelöscher benötigt zwei bis drei Sekunden, um den Löschdruck im Inneren aufzubauen. Nachdem der Druck aufgebaut wurde, öffnet man das Ventil der Löschpistole und nähert sich dem Feuer.
Das Pulver sollte beim Löschen nicht eingeatmet werden.
Nicht jeder Feuerlöscher eignet sich für jeden Brand. Daher sind Brände in verschiedene Klassen aufgeteilt. Diese sind nach dem Brandverhalten beziehungsweise nach dem vorliegenden Stoff und Aggregatszustand zusammengefasst. Welcher Feuerlöscher für welche Brandklasse geeignet ist, können Sie direkt auf dem Gerät erkennen. Dort ist ein Piktogramm aufgedruckt, dass die geeignete Brandklasse anzeigt.
Die fünf gängigen Brandklassen nach DIN EN2 mit den zugehörigen Piktogrammen: In Europa sind die Brandklassen durch die Norm DIN EN 2 festgelegt. Die Klassifizierung umfasst die Brandklassen A, B, C, D und F.
Jede Klasse steht für eine bestimmte Art von Brandstoffen.

Auch im PKW ist ein Feuerlöscher empfehlenswert. Dieser dient zum Eigen- aber auch zum Fremdschutz. Kleinere Brände können so eingedämmt und unter Kontrolle gebracht werden. Feuerlöscher sollten in regelmäßigen Abständen und nach jedem Gebrauch geprüft und gewartet werden. Nur so garantieren sie eine einwandfreie Funktionsfähigkeit. Insbesondere Pulverlöscher müssen alle zwei Jahre geprüft werden. Hier verhärtet sich das Pulver im Inneren des Löschers. Das Gerät ist damit unbrauchbar und kann nicht eingesetzt werden. Fatal im Ernstfall!
Das letzte Prüfdatum findet sich direkt auf dem Feuerlöscher. Dort ist eine Plakette mit dem letzten Prüftermin angebracht.
Wichtig: Ist der Brand schon zu groß, dann immer die Feuerwehr unter 112 alarmieren und immer daran denken niemals selber in Gefahr bringen.!!!!!!!
Quelle: u.a. BGN, DGUV
